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Leica and Zagato

Leica and Zagato
Volume 1: USA Collectibles

Der italienische Karosseriegestalter Zagato präsentiert im Vorfeld seines 100-jährigen Bestehens eine Bildband-Trilogie. Leica and Zagato – USA Collectibles ist das erste von drei Coffee-Table-Books und stellt berühmte Zagato-Design-Kunstwerke, die derzeit in den USA zu Hause sind, vor.

Die USA bietet mit ihren vielen unterschiedlichen Landschaften auch die Bühne, auf der Fotograf Winston S. Goodfellow die Zagato-Autos mit seinen Kameras festhält.Zusätzlich zu den emotionalen Fotoreportagen widmet das Buch den gemeinsamen Design-Projekten von Leica und Zagato ein Kapitel. Und auch die Geschichte des Familienunternehmens Zagato wird anhand der porträtierten Autos beleuchtet. 1919 von Ugo Zagato gegründet, im Jahr 2016 von Andrea Zagato geführt, ist Zagato vor allem für seine Karosseriedesigns für die großen italienischen Marken wie Lancia, Fiat und Alfa Romeo bekannt. Berühmt sind der 1928 gefertigte Alfa Romeo 6C 1500 SS sowie der legendäre Alfa Romeo 8C 2300 von 1931.

Buchinformationen:

  • Winston Goodfellow
  • Leica and Zagato Volume 1: USA Collectibles
  • 192 Seiten, 148 Farbfotos, 10 s/w-Fotos, 11 farbige Abbildungen
  • 268 x 294 mm, gebunden
  • Delius-Klasing
  • € 78.00 (D) / € 80.20 (A)
  • ISBN 978-3-667-10423-6

Kommentar:

Der erste Bildband einer anstehenden Trilogie von Winston Goodfellow widmet sich der Beleuchtung 33 automobiler Kostbarkeiten der italienischen Karosserieschmiede Zagato. Diese hat seit ihrem Gründungsjahr 1919 zahlreiche Pretiosen entworfen, die, wo immer sie öffentlich auftreten, aufs Neue genüßliches Zungenschnalzen bei Kennern automobiler Kultur hervorrufen.

Es war offenbar der Wunsch des Autors, diese, allesamt in den USA beheimateten Fahrzeugen, in einen dem Fahrzeugtyp angepaßten landschaftlichen Kontext zu setzen. Da der Fokus in vielen Fällen auf die Landschaft gelegt wurde, rücken die automobilen Juwelen dadurch leider in eine Statistenrolle.

Das ist insofern bedauerlich, als ein Liebhaber von Zagato-Fahrzeugen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Alfa Romeo TZ2 in all seiner Pracht einigermaßen isoliert genießen würde und nicht als vierrädrige Randerscheinung.

Die Motive bestechen nicht immer durch eine kreative Komposition, manche Fotos wirken schlicht uninspiriert und auf einer Abbildung eines Alfa Romeo Junior Z13 könnte man meinen, es handele sich um einen Schnappschuß.

Ein paar Lichtblicke gibt es darunter jedoch durchaus: Der Alfa Romeo 8C 2300 Spider Aerodinamica, das Maserati 450S Coupè Zagato Monster oder der AC Ace Bristol Zagato sind Beispiele, wie ich mir so ein Buch gewünscht hätte.

Zwar weist der Autor mehrmals darauf hin, daß es sich nicht ausschließlich um ein Auto-Buch handelt. Doch das kann man nach Durchblättern des Buches wahlweise als Entschuldigung oder Warnung auffassen.

Die Symbiose zwischen Leica und Zagato erschließt sich nicht auf den ersten Blick und bleibt auch bis zum Ende unklar. Hat der Autor, der gleichzeitig als Fotograf des Bildbands auftritt, mit einer Leica fotografiert? Das wäre angesichts der immer wieder nicht durchgehend scharfen Fotos des Bildbandes entweder keine gute Reverenz an diese Traditionsmarke oder der Druckauflösung geschuldet. Erschöpft sich der gemeinsame Buchtitel gar am vorgestellten Fernglas, das von Zagato gestaltet und von Leica gebaut wurde?

In Zeiten, in denen der Zugang zu hochwertigem fotografischem Gerät keine allzu große finanzielle Hürde darstellt und jeder, der eine Kamera halbwegs gerade halten und verwacklungsfrei bedienen kann, sich zum Künstler aufschwingt, der seine fotografischen Talente mit wenigen Klicks um den ganzen Globus senden kann, wächst der Anspruch an den Profifotografen exponentiell. Diesem Anspruch ist der Autor/Fotograf meiner Ansicht nach im Großen und Ganzen für den geforderten Preis nicht gerecht geworden. (mdr)

Leseprobe:

 Leica and Zagato

   
   

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