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Vergessene Autos - Erloschene deutsche Marken

Vergessene Autos
Erloschene deutsche Marken

Rund 10.000 Automarken und Karosseriebaufirmen hat es gegeben. Die meisten von ihnen sind längst wieder von der Bildfläche verschwunden und der Großteil vermutlich seit langem vergessen. Halwart Schrader aber kennt die, die des Erinnerns wert sind und legt hier ein umfassendes Kompendium über untergegangene Namen der Automobilgeschichte vor. Ob Adler, Stoewer oder Treser, ob Erdmann & Rossi, Gläser oder Deutsch, hier werden die besonders einfallsreichen, gewagten, gelungenen, aber auch skurrilen Marken und Karosseriehersteller wieder ins Rampenlicht gerückt. Ein Muss für jeden Automobilliebhaber und Freund deutscher Automobilgeschichte.

Bibliographische Angaben:

  • Halwart Schrader
  • Vergessene Autos - Erloschene deutsche Marken
  • 352 Seiten, 456 s/w- und 221 Farbbilder
  • 230 x 305 mm, gebunden
  • Motorbuch-Verlag
  • € 69.00
  • ISBN 978-3-613-03996-4

Kommentar:

Mehr als dreitausend Marken gab es weltweit vor dem Ersten Weltkrieg. Das ist in seiner Fülle schon beinahe unüberschaubar zu nennen. In Deutschland waren es mehrere Hundert und von 1914 haben bis heute nur vier überlebt: Audi, Ford, Mercedes und Opel. Im Grunde genommen nur drei, denn Ford produzierte erst ab 1926 in Deutschland, wengleich der Verkauf hierzulande schon 1903 begann.

In diesem Buch werden daher lediglich Fahrzeugmarken aufgelistet, die auch originär deutsche Fabrikate waren. Ausnahmen gesteht der Autor lediglich Ligaturaten wie Bergmann-Métallurgique, NSU-Fiat oder Dyna-Veritas zu.

Diese Enzyklopädie nimmt den Leser mit auf eine Zeitreise durch die Automobilgeschichte. Freilich kann dieses Buch nur einen Bruchteil davon wiedergeben, wobei einige inzwischen ebenfalls erloschene Nutzfahrzeugmarken vergangener Jahre Berücksichtigung finden.

Sehr gelungen ist die Auflistung von untergegangenen Karosserieherstellern, denn einst war es möglich, sich ein Chassis zu kaufen und individuell einkleiden zu lassen. Hier sind exemplarisch Baur, Autenrieth, Karmann oder auch Hebmüller zu nennen.

Halwart Schrader, seit 2020 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik für seine jahrzehntelange erfolgreiche publizistische Arbeit rund um die historische Mobilität geehrt, bedauert in seinem Vorwort, daß es nicht möglich gewesen ist, Dutzende von Kleinmarken, dies es verdient hätten erwähnt zu werden, nicht aufgenommen zu haben. Hier sind etwa Alfi, Allright, Biene, Bob, Bohse, Bungartz, Corona, Fadag, Hawa, Heim, Peter-Moritz, Reißig, Stolle, Spiegler, Taunus uvm. zu nennen. Allerdings wäre dann der Buchumfang um weitere rund 200 Seiten auf gut 600 angewachsen. Den Anspruch auf umfassende Vollständigkeit kann der Autor nicht erfüllen.

Dennoch findet der Leser zwischen Adler und Zündapp noch ausreichend Stoff, der ihm mit Sicherheit bis dato unbekannt war und sein automobilhistorisches Wissen bereichert. (mdr)

   
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