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Luxuswagen der Fünfzigerjahre

Luxuswagen der Fünfzigerjahre

Große Wagen, große Träume. Sind die eigenen Mittel beschränkt, hilft immer noch das Träumen. Das gilt nicht nur für automobilen Luxus, aber da ganz besonders: Traumautos stehen im Gegensatz zu Traumschlössern nicht still in der Gegend herum – sie rollen durch die Lande, zeigen sich, hinterlassen klopfende Herzen und neidische Blicke.

So war es im Nachkriegs-Deutschland, als die meisten Bürger noch nicht einmal einen Kleinwagen ihr Eigen nannten, so blieb es auch in den Wirtschaftswunderjahren. Da nahm die Zahl der Luxusmodelle auf den Straßen immerhin deutlich zu. Was damals als Traumauto galt, ist es auch heute noch – oder wieder. Sammler und Liebhaber schätzen Qualität und Stil, versierte Schrauber die robuste und wartungsfreundliche Technik. Und so bringen sie heute wie damals die Augen zum Glänzen: BMW 501 und 502, Borgward P100 und H2400 S/Pullmann, Opel Kapitän, Mercedes 220 und 300.

Mit vielen zeitgenössischen Fotos und Illustrationen bringt dieser liebevoll gestaltete Band die Traumfahrzeuge der frühen Bundesrepublik in Erinnerung. Damals signalisierten sie die Verlockungen des sozialen Aufstiegs, heute liebt man sie für ihre technische Solidität und eine den Wandel der Zeiten überdauernde Eleganz.

Die sehr erfolgreiche Reihe „Bewegte Zeiten“ widmet sich dem Rückblick auf die Nachkriegsjahrzehnte; im Mittelpunkt steht dabei die Motorisierung des Straßenverkehrs. Sie kombiniert einen kräftigen Schuss Nostalgie mit fundiertem technikgeschichtlichem Wissen.

Buchinformationen:

  • Peter Kurze, Halwart Schrader
  • Luxuswagen der Fünfzigerjahre
  • 112 Seiten, 60 s/w-Fotos, 50 Farbfotos
  • 220 x 250 mm, gebunden
  • Delius-Klasing
  • € 12,90 (D), € 13,30 (A), sFr 18,90 (CH)
  • ISBN 978-3-7688-3689-0

Kommentar:

Aufpassen, falls man es überlesen hat: In diesem Band dreht sich alles um Luxuswagen deutscher Provenienz, was aus dem Buchtitel nicht ersichtlich ist.

Über das Wirtschaftswunder ist schon viel geschrieben und sind eine ganze Menge Worte verloren worden. Dies bleibt im vorliegenden Band aus. Eine Ode an diese gloriose Zeit nach dem verheerenden Krieg 1945 sucht man vergebens, was kein Nachteil ist. Kurz streifen die beiden Autoren die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, erweisen den einst großen und untergegangenen Marken Horch, Maybach, Selve und NAG ihre Reverenz, bevor es ans eigentliche Thema geht.

Dabei bedienen sich die Autoren lakonischer Abrisse der jeweiligen Firmengeschichte der "Großen Vier" aus deutschen Landen, gemixt mit recht ausführlichen Modellgeschichten der vorgestellten Fahrzeuge. Bücherfreunde mit entsprechenden Enzyklopädien der besprochenen Hersteller BMW, Borgward, Mercedes-Benz und Opel im Schrank werden sicher keine neuen Erkenntnisse aus diesem Band ziehen. Alle anderen erhalten jedoch einen gut durchmischten Abriß deutscher Nachkriegsbaukunst, garniert mit einer Fülle zeitgenössischer Fotos und Abbildungen, die allesamt sehenswert sind. Besonders sticht das Bild einer originellen Stellplatzidee hervor: Eine hydraulische Hebebühne mitten auf der grünen Wiese, auf der in der ersten Etage auf abenteuerliche Weise ein Opel Kapitän und im Parterre ein Käfer parkt. (mdr)

   
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