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Indian Motorcycles - Kultmotorräder in Eurpoa

Indian Motorcycles
Kultmotorräder in Europa

Indian - die ehemals größte Motorrad-Fabrik der Welt hat grandiose Modelle geschaffen. Auf den Rennstrecken der Welt haben Indians ihre Gegner besiegt, dank überlegener Technik mit Renn- wie mit seriennahen Modellen. Über allen steht die "Scout". Dieses Modell findet sich auf der Mehrzahl der gezeigten Fotos. Die "Scout" hat sich während ihrer langen Karriere immer gegen die Konkurrenz durchsetzen können. Dieses Modell kann man getrost als Bestseller bezeichnen.

Auf der Beliebtheitsskala der Oldtimerfreunde nehmen die roten Motorräder aus Springfield eine Sonderstellung ein. Selbst "hartgesottene" Liebhaber anderer Fabrikate zollen den Maschinen höchsten Respekt.

Das vorliegende Buch ist eine Ergänzung zu den teils hervorragenden Technik-Büchern über die Marke. In diesem Werk findet sich hauptsächlich zeitgenössisches Illustrationsmaterial aus Europa, wie z.B. Fotos, Prospekte, Zeitungsausschnitte und Inserate. Bei Ersteren wurde besonderer Wert auf die Motivlage gelegt. Die Indians präsentieren sich in ihrem Umfeld. Da kam es manchmal nicht so sehr auf die Details der Motorräder an, wenngleich auf vielen Fotos großartige Details zu sehen sind.

Das Eintauchen in eine Zeit, in der eine Motorradfahrt noch Abenteuer war, ist das Ziel dieser Publikation. Lassen Sie sich entführen in eine Epoche, in der eine Reifenpanne auf offener Landstraße eher wahrscheinlich, eine Service-Station nicht alle paar Kilometer anzutreffen und der Straßenzustand entscheidend war für das Gelingen der Reise.

Buchinformationen:

  • Egbert F. Eschenbacher
  • Indian Motorcycles - Kultmotorräder in Europa
  • 176 Seiten, ca. 250 zum Teil farbige Abbildungen
  • 250 x 250 mm, gebunden im Schutzumschlag
  • Heel-Verlag
  • € 24.99
  • ISBN 978-3-86852-615-8

Kommentar:

Was will man über eine Marke sagen, die Geschichte geschrieben hat? Obwohl die legendäre Firma "Indian" lediglich von 1901 bis 1953 ihre Tore geöffnet hatte, gebar sie jedoch zahlreiche Modelle, die heute Kultcharakter unter Kennern besitzen. Insofern verliert der Autor auch nicht viel Worte, sondern läßt eindrucksvoll Bilder sprechen. Der Text beschränkt sich lediglich auf informative Bildunterschriften und kleine Abschnitte am Anfang eines jeden Kapitels als Kurzinformation über den Werdegang der Firma der jeweilis behandelten Epoche. Da sich in diesem Werk ausschließlich die europäischen Jahre wiederfinden, beginnt das Buch nicht bei 1901, sondern 1909. Dem Jahr, in welchem in Europa der Vertrieb begann.

Wie weit verbreitet die Maschinen aus Springfield verbreitet waren beweisen beispielsweise Fotos aus Russland und der Umstand, daß selbst die russische Armee auf die robusten Produkte zurückgriff. Doch nicht nur die russischen Streitkräfte gingen bei der Qualität auf Nummer Sicher. Auch das deutsche Kaiserreich wurde mittels Lichtbild ertappt, wie es sich auf Indians schwang.

Das macht den unwahrscheinlichen Reiz dieses Buches aus: Die unglaubliche Bildauswahl, die ungeschminkt als Zeitzeuge einer vergangenen Ära Pate steht. Bilder, die voller Leben und Lokalkolorit stecken. Wunderbar das Foto, in welchem ein Berliner Händler auf seinem Ladenschild stehen hat: "Specialität - Indian & Harley Davidson". Offenbar war der "Krieg" der beiden "Alphatiere" im Motorradmarkt zu diesem Zeitpunkt noch nicht über den "großen Teich" geschwappt. Reizend auch die nachcolorierten Bilder einer romantischen Szene um 1917 herum.

Doch nicht nur Fotos fanden Einzug in dieses Bilderbuch. Auch Prospekte, Postkarten und Werbeanzeigen zeugen von der ruhmreichen Vergangenheit und Popularität der Springfielder. Die Prospekte wurden teilweise vollständig und über mehrere Seiten hinweg abgedruckt. Die daraus gewonnene Informationsflut ist sehr bereichernd. Wenn man sich vor Augen hält, daß damals Prospekte und Betriebsanleitungen beinahe schon Werkstatthandbuch-Charakter hatten, kann man sich leicht vorstellen, was man alles aus diesen Abbildungen herauslesen kann.

Auch wenn der offizielle Klappentext die Scout-lastigkeit erwähnt, so finden sich trotzdem ausreichend Informationen über die Schwestermodelle Powerplus, Chief, Big Cief, Prince und Four.

Das Buch ist in folgende Abschnitte eingeteilt:

  • 1909 bis 1924: Die ersten Indian-Jahre in Europa
  • 1925 bis 1939: Die erfolgreichen europäischen Jahre
  • 1940 bis 1953: Das letzte Gefecht - Indian schließt das Wigwam

Sollte Ihnen die Rezension gefallen und Ihre Neugierde geweckt haben, können Sie dieses Buch hier gleich kaufen. (mdr)

   
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