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Deutsche Reiseomnibusse

Deutsche Reiseomnibusse

In einer Zeit, in nicht vor jeder Garage drei Autos standen und die Autobahnen noch nicht zum Parkstreifen verkommen waren, hatten Reisebusse Hochkonjunktur.

Der Reisebus war damals das, was heute der Billigflieger ist: Eine einfach und bequeme Möglichkeit, sein Fernweh zu kurieren. Dies spiegelt sich auch in der Werbung wieder: Bonbonbuntes Papier, winkende Kinder und mittendrin ein bunt lackierter Reisebus. Ein Zauber, dem sich auch Wolfgang Gebhardt nicht entziehen kann. Er präsentiert mit diesem Buch eine wunderschöne Prospekt-Kollektion und lässt noch einmal alle deutschen Reisebusse aus neun Jahrzehnten vorfahren.

Buchinformationen:

  • Wolfgang Gerhardt
  • Deutsche Reiseomnibusse
  • 208 Seiten, 273 Farb-, 80 s/w-Bilder, 4 Zeichnungen
  • 260 x 260mm, gebunden
  • Motorbuch-Verlag
  • € 24.90, sFr 43.90
  • ISBN 978-3-613-03037-4

Kommentar:

Wer sein Fernweh ein wenig lindern möchte, möge zu diesem Buch greifen. Sicher,  heute reist man anders, nicht mehr in diesen wunderschön gestalteten und aufwendig hergestellten kleinen Kunstwerken traditionsreichen Omnibusbaus, doch die Ansammlung an zeitgenössischen Prospekten in diesem sehenswerten Bilderbuch für Erwachsene, verströmen auf beinahe jeder Seite den Zauber des Wirtschaftswunders, des Aufbruchs und der Stimmung die geherrscht haben muß, als man mit dem Omnibus gen Süden reiste, seinem ersten Adriaurlaub entgegen.

Lobenswert finde ich vom Autor, daß er auch Kleinbusse in seinem Werk berücksichtigt hat. So findet man sehr schöne Farbzeichnungen (die damaligen Prospektzeichner waren ohnehin begnadete Künstler) über Tempo, Opel Blitz, den VW-Bus oder den Ford Transit.

Ebenfalls Erwähnung findet der Omnibusbau der DDR, gewürdigt mit Fleischer, Barkas, VEB Werdau usw. oder längst verschwundene Karossiers (Trutz, Drauz, Ludewig, Steib etc.) und Marken (Brennabor, Orion, Pekol)

Technische Daten oder gar ellenlange Erläuterungen zu jedem vorgestellten Prospekt findet man, in diesem Falle muß ich sagen gottlob, nicht. Jede Abbildung ist mit einer kurzen, im Schnitt vierzeiligen Bildunterschrift versehen, welche ein wenig die auf dem Prospekt verströmte Stimmung kommentiert und, falls erwähnenswert, ein wenig den Hersteller oder das gezeigte Modell näher erläutert.

Dies macht das Buch zu einem kurzweiligen Vergnügen, welches ich uneingeschränkt jedem Freund historischen Reisevergnügens empfehlen kann. (mdr)

   
   

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