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Das VW-Käfer Schrauberhandbuch

Das VW Käfer Schrauberhandbuch
Reparieren und optimieren leicht gemacht

In einem der umfangreichsten Werke wird auf alle Aspekte einer professionellen Restaurierung des VW Käfers eingegangen. Dabei werden alle Baujahre, von 1953 bis 2003, berücksichtigt.

In ausführlich beschriebenen und bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen werden die wichtigsten Arbeiten dargelegt. Der Autor geht ausführlich auf das Anfertigen und Anpassen der Bleche ein und erläutert die Grundlagen des Schweißens. Auch die Bearbeitung der anderen technischen Bereiche des Fahrzeugs wird detailliert erklärt.

Natürlich dürfen auch Hinweise für eine perfekte Lackierung und das fachmännische Aufbereiten des Interieurs nicht fehlen. Außerdem beschäftigt sich ein ausführliches Kapitel mit dem Thema Kaufberatung. Die Fülle an Informationen macht dieses Buch zu einer wahren Bibel für alle, die im Besitz eines dieser Klassiker aus Wolfsburg sind oder sich damit beschäftigen, einen Käfer zu kaufen.

Buchinformationen:

  • Jim Tyler
  • Das VW-Käfer Schrauberhandbuch
  • 220 Seiten, ca.700 Abbildungen
  • 210 x 270mm, gebunden
  • Heel-Verlag
  • € 35.00
  • ISBN 978-3-89880-423-3

Kommentar:

Der Einleitungstext hat nicht zuviel versprochen. Dieses Buch ist eine wahre Offenbarung für alle Käferschrauber.

Dabei muß man nicht zwangsläufig einen Käfer vollrestaurieren, um von diesem Buch profitieren zu können, denn man kann sich genauso einzelne Teile herauspicken und sich mit diesen beschäftigen. Das ist beispielsweise im Technikteil dieses Handbuches ganz sinnvoll.

Das ist auch die grobe Strukturierung dieses Werkes. Es gliedert sich im Grunde genommen in zwei Teile. Den Technik- und den Karosserie- samt Interieurteil. Als Einleitung gibt es eine mehr als ausführliche Kaufberatung des Autors, in dem er auf wirklich jedes auch noch so kleinste Detail einer Käferschwachstelle eingeht. Anhand des Beispielkäfers, der im Laufe des Buches restauriert wird, zeigt Jim Tyler die Tücken auf und gibt wertvolle Hinweise. Schonungslos offenbart er die Stellen, an denen ein Wolfsburger Krabbler notorisch leidet und rät im Zweifelsfalle auch von einem Kauf ab, wenn neuralgische Stellen betroffen sind.

Hilfreich sind die Ausführungen über eine für die anstehenden Arbeiten sinnvolle Werkzeug- und Werkstattausstattung. Das erspart dem Restaurator den steten Gang zum Werkzeughändler, um Arbeitsmittel nachzukaufen.

Doch der wahre Schatz befindet sich im tiefsten Innern des Schrauberhandbuches. Dann nämlich, wenn es an die Arbeit geht. Zunächst geht Tyler ausführlich auf die Technik ein, zeigt spezifische Schwachstellen einzelner Komponenten auf und setzt diese instand. Zahlreiche Bilder veranschaulichen diesen Prozeß eindringlich. Die Fotos wurden übrigens allesamt während der Restaurierung geschossen. Somit wurden die dargestellten Szenen nicht künstlich nachgestellt, sondern entsprechen tatsächlich den realen Bedingungen, was man dem abgebildeten Mensch und Material ansieht. Dadurch entsteht jedoch eine hohe Authentizität der dargestellten Arbeiten. Allerdings darf man im Gegenzug auch keine allzu hochwertigen Darstellungen erwarten, da es sich um Amateur-und keine Profiaufnahmen zu handeln scheint. Alle Technikkomponenten finden ihre Erwähnung. Ob Lichtmaschine, Anlasser, Magnetschalter, Vergaser, Ventiltrieb, oder, oder, oder. Nichts bleibt unerwähnt und wird im Zuge der Restaurierung fachkundig erklärt. Immer wieder durch des Autors wertvolle Tipps aus seiner langjährigen Käferpraxis angereichert. Man spürt förmlich die über Jahre angeeignete Fachkenntnis Tylers.

Der zweite Teil nimmt sich die Karosserie und das Interieur zur Brust. Auch dieses Kapitel beginnt mit einer akribischen Sezierung des kompletten Blechkleides des Käfers sowie der gesamten Innenausstattung incl. Dachhimmel und Fenstern. Jim Tyler spricht Warnungen und Entwarnungen aus. Macht in einem Falle Mut, kann aber im anderen Falle genauso in schonungsloser Ehrlichkeit entmutigen. Am Ende bietet er jedoch stets einen Lösungsansatz. Ein Exkurs in Schweiß- und Spachteltechnik bereitet auf den Wiederaufbau der Karosserie vor. Die meisten Arbeiten werden zwar anhand einer vom Chassis abgehobenen Karosserie vorgenommen, es werden aber auch Anleitungen gegeben für den Fall, daß eine Reparatur mit auf dem Chassis verbliebener Karosserie durchgeführt wird. Abschließend wird der Wagen zum Lackieren vorbereitet, wobei ein Ausflug in die Welt der Lacke nicht fehlen darf, und schließlich auch der Lackiervorgang verdeutlicht. Der Zusammenbau gerät anhand des Buches beinahe zur Routine.

Doch bei all dem Licht, darf auch ein klein wenig Schatten nicht fehlen: Zum einen wäre eine größere Schrift wünschenswert gewesen, denn die kleinen Buchstaben ermüden das Auge nach einer gewissen Lesezeit und zum anderen trüben ein paar wenige schwarz-weiß-Bilder, die das bereits erwähnte Amateurbildniveau noch verstärken, den ansonsten exzellenten Gesamteindruck.

Sollte Ihnen die Rezension gefallen und Ihre Neugierde geweckt haben, können Sie dieses Buch hier gleich kaufen. (mdr)

   
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