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Vespa - Alle Motorroller seit 1946

Vespa - Alle Motorroller seit 1946

Die erste Vespa, die 1946 auf den Markt kam, hieß »Paperino« (Entchen), hatte 98 cm³ Hubraum und schaffte maximal 60 km/h.

Die Ur-Vespa »98« war einfach, sparsam und leicht fahrbar – und mit den vorhandenen Produktionsanlagen zu bauen. Der Antrieb und die Kraftübertragung sollten so einfach wie möglich sein, und so entschied sich ihr Erfinder Corradino D’Ascanio für den Direktantrieb. Auch sollte die Vespa keine Motorenteile haben, an denen man sich schmutzig machen konnte. Das genial einfache Konzept wurde unter dem Namen Vespa am 23. April 1946 dann zum Patent angemeldet. Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte.

Buchinformationen:

  • Thilo Kozik, Norbert Meiszies
  • Vespa - Alle Motorroller seit 1946
  • 112 Seiten, 8 s/w Bilder & 111 Farbbilder
  • 140 x 205 mm, broschiert
  • € 9.95, sFr 14.00
  • ISBN 978-3-613-03284-2

Kommentar:

Dieser Typenkompaß schien mir auf den ersten Blick wie alle anderen, so nach dem Motto "Kennt man einen, kennt man alle!". Doch weit gefehlt! Sicher, der Aufbau ist logischerweise an die allseits bekannte Typenkompaß-Reihe angelehnt, das Erscheinungsbild gleich (man möchte ja einen Wiedererkennungswert etablieren), doch der Inhalt hat's diesmal in sich.

Bereits die ersten Zeilen machen Spaß zu lesen. Die Piaggio- (und somit untrennbar die Vespa-) Geschichte wird lakonisch aber trotzdem informativ und unterhaltsam bis zum heutigen Tage über zehn Seiten ausgebreitet.

Den logischerweise weitaus größten Teil nimmt die Auflistung der Modelle ein, wobei tatsächlich keines fehlt, auch wenn man auf den ersten Blick welche zu vermissen scheint. Sucht man beispielsweise das Modell P80X, so versteckt sich diese im Text der PX80E. Ähnlich verhält es sich mit der 50 Special, die in der Ausführung des Erscheinungsjahres, 1969, abgebildet ist. Wer ein späteres Modell sein eigen nennt, wird zweimal hinschauen müssen.

Hier liegt auch mein einziger Kritikpunkt an dem ansonsten tadellos recherchierten Buch. Es wäre eine unheimliche Bereicherung des Informationsgehaltes gewesen, nicht nur das Datum des Serienstarts anzugeben, sondern den gesamten Bauzeitraum.

Ausgesprochen gut hat mir hingegen der Anhang gefallen. Auf sieben Seiten, prall mit Bildern und dafür weniger Text gefüllt, wird das Vespa-Museum in Pontedera vorgestellt. Der Leser kann sich so einen kleinen Überblick über die Architektur und die Exponate machen und sich Appetit auf einen Besuch machen.

Jeweils zwei weitere Seiten hat das Autorenduo dem nicht minder berühmten Lastenesel Ape und dem etwas weniger berühmten doch dafür selteneren Vespa-Auto (Vespa 400) gewidmet.

Eine Vorstellung des Vespa-Clubs-Deutschland als erste Anlaufadresse fehlt genausowenig wie der Hinweis auf die alljährlich in wechselnden europäischen Ländern stattfindenden Vespa World Days.

Doch das Beste zum Schluß: Bauklötze habe ich über eine achtseitige Auflistung von Vespa-Auftritten im Film gestaunt. Viel Information und schöne Filmplakate sowie Stars auf der Vespa abgelichtet schließen ein tolles Buch ab, welches als Nachschlagewerk jeden Bücherschrank bereichert. (mdr)

   
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