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Vespa-Restaurierung

Motorroller - Vespa-Restaurierung

Die erste Vespa, die 1946 auf den Markt kam, hieß »Paperino« (Entchen), hatte 98 cm³ Hubraum und war maximal 60 km/h schnell. Ihr Erfinder war Corradino D‘Ascanio – ein Flugzeug-Ingenieur, der kurz nach Kriegsende mit den Arbeiten begann.

Sein Entwurf war einfach, sparsam, leicht fahrbar – und innovativ. Um die Technik herum formte er eine bauchige Blechkarosserie. Das Konzept war ein Riesenerfolg und ist auch heute noch aktuell.

Der Zahn der Zeit nagt dennoch heftig an den Blechrollern aus Pontedera. Was alles an alten Blechrollern kaputt gehen kann – und wie man es wieder repariert – zeigt diese großartige Schritt-für-Schritt-Anleitung. Jede Baugruppe, vom Zweitakt-Motor über Karosserie und Elektrik bis hin zu den Rädern, wird zerlegt, beschädigte Teile ausgetauscht und wieder zusammengebaut: Schrott wird flott – eine Offenbarung für jeden Besitzer eines Blechrollers.

Buchinformationen:

  • Marc Paxton
  • Motorroller - Vespa-Restaurierung
  • 160 Seiten, 250 Abbildungen
  • 200 x 265 mm, broschiert
  • € 24.90, sFr 34.90
  • ISBN 978-3-613-03543-0

Kommentar:

Das Gute an diesem Leitfaden ist, daß er die Masse der klassischen Vespa-Modelle abdeckt. Wiederfinden werden sich in diesem Buch alle Besitzer von VBB- (incl. 150/VBA/VBB/GL) und Sprint-Typen (incl. Super/Sprint/GT/Rally/Sprint Veloce/GTR/TS) sowie P-Modellen (einschl. P125 und 150X, P200E, PX80/125/150/200 und T5).

Was dieses Buch bereits beim ersten Durchblättern sympathisch macht sind die unglaublich vielen Bilder, die bei näherer Betrachtung so gut wie jeden Schritt der Restaurierung dokumentieren. Diese Bilderfülle macht den gesamten Prozeß auch für Einsteiger nachvollziehbar, transparent und baut Berührungsängste ab. Leicht verständliche Texte bestärken den Restaurator in seinem Tun. Als Sahnehäubchen wäre das ein oder andere Bild in größerem Format hilfreich gewesen. Im großen und ganzen sind nahezu alle Bilder auf den ersten Blick verständlich, in seltenen Fällen muß man zweimal hinschauen.

Trotzdem kann man eine ganze Menge lernen, wenn man ernsthaft in das Thema einzusteigen gedenkt. Motor- , Getriebe- oder Vergaserausbau und Wiedereinbau nebst Überholung der genannten Komponenten werden akribisch dargestellt. Die Schwachstellen, an denen Motoren. Getriebe oder Vergaser kranken, finden ergänzende Erwähnung. Die Bremsenüberholung scheint zum Kinderspiel zu "verkommen" und das Überholen des Lenkergehäuses wird nicht mehr zum unüberwindbaren Hindernis. Selbst die eigenhändige Überholung der Sitzbank inklusive Neubezug verliert auf dem Papier ihren Schrecken.

Selbstverständlich kommt der ambitionierte Schrauber auch mit Hilfe dieses Handbuchs unter Umständen an seine Grenzen. Die Kapitel über Schweißarbeiten am Rahmen oder die Lackierung des Rollers erfordern einiges Geschick und Erfahrung im Umgang mit diesen heiklen Tätigkeiten. Einen Anspruch auf ein vollständiges "An-die-Hand-nehmen" des Buches kann man somit nicht ableiten.

Wer sich dennoch an die Restaurierung seines Rollers wagen möchte, kann getrost auf dieses Buch zurückgreifen. Als Ergänzung zu Ersatzteillisten, Betriebsanleitungen und sonstigen Unterlagen, die man sehr gut im Internet zum Teil kostenlos herunterladen kann, ist es eine hilfreiche Ergänzung.

Das Restaurierungshandbuch ist in folgende Kapitel eingeteilt:

  • Kapitel 1: Antriebseinheit
  • Kapitel 2: Kraftstoff und Auspuff
  • Kapitel 3: Vorderbau
  • Kapitel 4: Rahmen
  • Kapitel 5: Lackieren
  • Kapitel 6: Elektrik
  • Kapitel 7: Zierleisten und Schriftzüge
  • Kapitel 8: Reifen
  • Kapitel 9: Wartung

(mdr)

   
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