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Das große DDR Motorradbuch

Das große DDR Motorradbuch

Da man in der DDR gut und gerne zehn Jahre oder länger auf einen Trabant warten musste, sofern er neu sein sollte und keine besonderen Beziehungen vorlagen, stiegen viele DDR-Bürger notgedrungen auf zwei Räder um. Leider waren auch hier nicht immer genügend Fahrzeuge verfügbar, doch immerhin bekam man wesentlich leichter ein neues Motorrad als einen neuen Wagen.

Jahrzehnte lang prägten die Schwalben und die »Emme« das Straßenbild, wurden umhätschelt und gepflegt. Die AWO 425 galt als regelrechter Dampfhammer und Motorradrennfahrer und Geländesportchampions avancierten zu echten Volkshelden. Frank Rönickes Buch bietet die umfassende Gesamtschau, das ultimative Buch zur DDR-Motorrad-Geschichte.

Buchinformationen:

  • Frank Rönicke
  • Das große DDR Motorradbuch
  • 224 Seiten, 160 s/w-Bilder, 274 Farbbilder, 7 Zeichnungen
  • 230 x 265 mm, gebunden
  • Motorbuch-Verlag
  • € 24.90, sFr 34.90
  • ISBN 978-3-613-03595-9

Kommentar:

Informationen, Informationen, Informationen! Das müßte im Grunde genommen genügen, um dieses Buch zu beschreiben. Es erschlägt den Leser bereits beim ersten Durchblättern dieses Werkes mit einer Informationsfülle und -dichte, die seinesgleichen sucht.

Frank Rönicke, auf DDR-Literatur abonnierter Autor, versucht sich an einem Standardwerk über DDR-Motorräder. Jetzt muß ich eingestehen, kein ausgewiesener Kenner der DDR-Motorradszene zu sein, so daß ich nicht zu bestätigen vermag, ob der Autor seinen eigenen Ansprüchen gerecht geworden ist. Was ich allerdings guten Gewissens bestätigen kann sind die umfassenden Berichte über die im Buch behandelten Zweiräder.

Beginnend mit den Serienmodellen ostdeutscher Produktion, schweift der Blick weiter zu den Straßensport-Maschinen um bei den Geländesport- und Moto-Cross-Motorräder zur Ruhe zu kommen. Ob Modelle aus den Häusern BMW/EMW, AWO/Simson, IFA/MZ, HMW oder Fahrrad-Hilfsmotoren - nichts bleibt unerwähnt. Selbst Krankenfahrstühle und Seitenwagen kommen zu literarischen Ehren. Alle Modelle innerhalb ausführlicher Entstehungstexte ausreichend bebildert und mit technischen Daten versehen.

Doch das große DDR-Motorradbuch läßt den Leser mit den Maschinen nicht alleine. Rönicke rückt auch die Menschen hinter und auf den motorisierten Zweirädern ins Rampenlicht, was zusätzliches Lesevergnügen bereitet. Die Biographien der Rennfahrer und Entwickler sind interessant und mitunter spannend zu lesen.

Wer sich anschließend noch fragt, wie die zahlreichen Fremdfabrikate ihren Weg auf die DDR-Straßen fanden, findet ab Seite 204 die Antwort(en) darauf. Das Kapitel "Importmodelle" beschränkt sich nicht auf jene aus Westdeutschland, sondern widmet sich auch jenen aus dem damaligen Ostblock, namentlich der Tschechoslowakei und Ungarn.

Um- und Eigenbauten runden ein Stück Zeitgeschichte ab, dessen einziger Kritikpunkt die teilweise unzureichende Bildqualität der ab und an verwendeten Amateurfotos ist. (mdr)

   
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