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Wanderer - Luxus und Tradition

Wanderer
Luxus und Tradition

Wanderer gehört zu den großen Marken der Vorkriegszeit, Modelle wie der sportliche W 24 gehörten zu den Traumwagen der 30er-Jahre.

1885 als Fahrradproduzent gegründet, dann mit Büro- und Werkzeugmaschinen erfolgreich, folgten alsbald Motorräder und 1913 der Serienbau von Automobilen wie dem Wanderer »Puppchen«. In der Weltwirtschaftskrise ging das Unternehmen in der Auto Union auf.

In der heutigen Audi AG lebt die Tradition fort. Pünktlich zum 125-jährigen Jubiläum der Chemnitzer Wanderer-Werke bietet dieser Prachtband erstmals eine kompletten Überblick über die Werksgeschichte, alle Firmenzweige, alle Zweiräder und Automobile des Konzerns, der heute noch als einer der vier Ringe das Audi-Markenzeichen ziert. Mit einer Fülle von meist unveröffentlichten Bildern und einem umfangreichen Tabellenteil sowie einer umfassenden Darstellung davon, was aus den Wanderer-Werken – die auf dem Papier immer noch existieren – in West und Ost nach 1945 geworden ist.

Buchinformationen:

  • Christian Suhr
  • Wanderer - Luxus und Tradition
  • 400 Seiten, 545 s/w-Bilder & 76 Farbbilder
  • 230 x 265 mm, gebunden
  • € 49.90, sFr 69.90
  • ISBN 978-3-613-03204-0

Kommentar:

Es sind tragische Umstände, unter welchen das Buch "Wanderer - Luxus und Tradition", entstanden ist. Einerseits wurde im 125. Jahr des Bestehens der Marke diesem ein würdiges Denkmal gesetzt, andererseits wurde im 125. Jahr des Bestehens, im Jahre 2010, die Marke "Wanderer" endgültig aus dem Handelsregister gelöscht.

Christian Suhr hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte Wanderers umfangreich aufzuarbeiten. Er spannt hierbei den Bogen von den Anfängen als Reparaturbetrieb für Fahrräder bis zum Ende 2010 als Holding.

Zahlreich großformatig bebildert, teils mit bislang unveröffentlichten Aufnahmen, erfährt der Leser nahezu alles, was es über die Motorrad- und PKW-Produktion Wanderers zu erzählen gibt.

Akribisch und mit dem ihm gebührenden Umfang beschreibt Christian Suhr die anderen Standbeine der Wanderer AG, nämlich die unter dem Markennamen "Continental" berühmt gewordenen Schreibmaschinen oder auch den höchst erfolgreichen Fräsmaschinenbau, den Wanderer nach dem Kriege, leider mit mäßigem Erfolg, erneut aufgriff.

Zur Rennhistorie Wanderers geht der Autor nicht allzu umfassend ein, die Episode mit den Silberpfeilen der 30er-Jahre wird lediglich gestreift. Zu viel sei bereits anderweitig diesbezüglich publiziert worden, so Suhr. Es ist unter dem Umstand verständlich, als das Engagement im Rennsport seinerzeit bereits in die Auto-Union-Epoche fiel, doch dürfte den Leser der ein oder andere Rennerfolg bestimmt auch im Rahmen dieses Buches interessieren.

Da es bereits ein Wanderer-Buch auf dem Markt gibt, stellt sich womöglich der ein oder andere die Frage, worin sich denn die beiden Bücher nun unterscheiden. Das ist ganz einfach erklärt. Im vorliegenden Buch wird umfangreich auf die Produktion von Schreib- und Büromaschinen eingegangen sowie den bedeutsamen Motorradbau. Auch der Fräsmaschinenbau findet gebührende Erwähnung. Außerdem wird die Geschichte bis zum Aus im Jahre 2010 erzählt.

Leichte Vorsprünge bietet das Buch der Autoren Erdmann und Westermann in der höchst akribischen Darstellung der technischen Daten sämtlicher PKW-Modelle. Die Entwicklung der Typenschilder zeichnet sich auch als Plus des "Konkurrenzbuches" aus. Doch wird dieses Plus insofern relativiert, als sich Christian Suhr die Mühe gemacht hat, außer ebenfalls technische Daten sowie Fahrgestellnummern und Stückzahlen zu veröffentlichen, Belegschafts- und Umsatzzahlen von 1899 bis 1982 (!) und die Produktion von Fahrrädern, Motorrädern und Motorfahrrädern von 1885 bis 1944 sowie die Produktion von Werkzeug- und Schreibmaschinen von 1899-1914 aufzulisten. Insofern kann man diesem Buch guten Gewissens bescheinigen, sich der kompletten Wanderer-Historie verschrieben zu haben und nicht nur dem Kapitel des PKW-Baus. (mdr)

   
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