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Alfa Romeo - Das Kompendium

Alfa Romeo
Das Kompendium

Alfisti aufgepasst! Hier kommt das ultimative Kompendium zu über 100 Jahren Alfa-Geschichte. Umfassend und klar strukturiert. Autor Fred Heller liefert Ihnen die vollständige Darstellung aller Modelle der Mailänder Avantgardemarke. Gegliedert ist das Nachschlagewerk in vier Teile: Personenwagen, Rennwagen, Prototypen und Karosseriebauer. Unternehmen Sie eine kompakte Zeitreise durch zehn Dekaden voller Leidenschaft und Faszination.

Buchinformationen:

  • Fred Heller
  • Alfa Romeo - Das Kompendium
  • 168 Seiten, ca. 300 Abbildungen
  • 223 x 265 mm, gebunden im Schutzumschlag
  • GeraMond-Verlag GmbH
  • € 29.95 (D), € 30.90 (A), sFr 39.90
  • ISBN 978-3-86245-725-0

Kommentar:

Was für eine Anmut, welche Eleganz! Alfa Romeo hat es immer verstanden, diese beiden Attribute mit Sportlichkeit zu verbinden. Alfa Romeo hat stets bewiesen, daß wunderschöne Autos auch rassig und sportlich sein können. Diese Automobilschmiede, 1910 gegründet, sieht im Jahre 2014 einer ungewissen Zukunft entgegen. Sie ist, wie es scheint, der übermächtigen Mutter Fiat, zum Klotz am Bein geworden. Lediglich zwei Automodelle, sieht man vom für Normalsterbliche unerschwinglichen 4C ab, darf diese einst ruhmreiche Firma noch in Serie produzieren: den MiTo und die Giulietta!

Bevor nun Alfa Romeo völlig in der Bedeutungslosigkeit zu versinken droht, erinnert Fred Heller an die guten Zeiten der Mailänder. Heller, von Italien im Allgemeinen und von Alfa Romeo im Besonderen fasziniert, legt nach einer über 10-jährigen Recherche nun dieses Kompendium vor, um dem Leser die Tradition einerseits und die Innovation andererseits näherzubringen, die sich stets in der Alfa-Romeo-Philosophie widerspiegelte.

Dabei hat sich der Autor sichtlich Mühe gegeben, denn, das nehme ich vorweg, er hat ein rundum lesenswertes Buch geschrieben! Er kapriziert sich dabei ausschließlich auf die Modellhistorie Alfa Romeos, für die Biographie der Firma müssen zwei Seiten im Vorwort genügen. Die Absicht Hellers ist klar: es geht um die Autos, die zunächst aus Portello, dann aus Arese, die Fabrikhallen verließen, und nicht um Verstaatlichung, Übernahme, Streiks, etc.

Man kann sagen, daß das Buch ein überdimensionierter Typenkompaß darstellt. Das Buch stellt im ersten Teil ausführlich alle Modelle Alfa Romeos in Wort und meist auch in Bild vor. Dabei fanden nicht nur die Groß- und Kleinserienfahrzeuge Berücksichtigung, auch die Rennderivate und Prototypen, die in diesem Kontext gefertigt wurden, schmücken die Seiten. Alle Modelle konnten leider nicht fotografisch in Szene gesetzt werden. Dafür erfreut die Informationsfülle und Detailgenauigkeit der Ausführungen.

Interessant zu werden verspricht das zweite Kapitel. Hier geht es um Rennboliden, die bei der Scuderia del Portello, der Scuderia Ferrari in Modena, bei Alfa Corse in Portello und Autodelta in Settimo Milanese entstanden. Die Alfetta, der Disco Volante oder der Alfa 33 sind die bekanntesten Vertreter in diesem Bereich. Doch auch die Typen 163, der Bimotore, der P2 oder der Tipo A wissen zu begeistern. Diese und viele mehr warten darauf, vom Leser entdeckt zu werden.

Für Aufregung sorgt Heller mit dem dritten Kapitel, wenn es um die Prototypen geht. Designstudien und Conceptcars zeigen, was möglich gewesen wäre, hätte man den Stilisten freie Hand gelassen. Der 1964 gebaute Canguro beispielsweise oder die 2013 auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellte Studie namens Gloria, betören mit aufregendem Design, die dazugehörigen Hintergrundinformationen geben weiter, warum das jeweilige Fahrzeug in dieser Form nicht in Serie ging.

Abgerundet wird das gelungene Buch durch die Vorstellung aller Karosseriebauer, die für Alfa Romeo tätig waren: von A wie Alemanno, bis Z wie Zagato. Dieses Kapitel ist besonders lesenwert, zeigt es doch wunderschöne Kreationen, die individuell für die betuchte Kundschaft in Fertigung gingen. Leider konnten auch in diesem Kapitel nicht alle Fahrzeuge abgebildet werden, die im Text vorgestellt wurden.

Keine Berücksichtigung fanden im Kompendium die zwischen Ende der Fünfziger- und Mitte der Sechzigerjahre für Renault in Lizenz produzierten Automobile sowie der italienisch-japanische Arna. Ebensowenig fanden die Themen in Bezug auf die Nutzfahrzeugproduktion, der Flugzeug- und Dieselmotoren- oder der Lokomotivbau Einzug ins Buch. Dies als ergänzende Erwähnung, ohne den Informationsgehalt des Buches schmälern zu wollen. Dadurch offenbart sich lediglich, worauf der Autor seinen Fokus gelegt hat.

Für Alfa-Fans ein weiteres Pflichtbuch für den Bücherschrank. (mdr)

   
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