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Opel Blitz - 1931-1975

Opel Blitz - 1931-1975

Der Opel Blitz war das, was der Käfer für den PKW-Bau war: der Maßstab, sowohl was die Langlebigkeit als auch die Zuverlässigkeit anging.

Und wie dieser, wurde er in den Dreißigern aus der Taufe gehoben, lief dann in gigantischen Stückzahlen vom Band und war auch noch in den Fünfzigern unbestrittener Marktführer in der Klasse der kleinen Lastwagen mit zwei Tonnen Nutzlast. Nachdem die Konzernmutter General Motors beschlossen hatte, künftig einen britischen Bedford anstelle des Blitz einzuführen, war das Ende für die Traditionsreihe gekommen. Was bleibt, sind Bilder, Berichte und Prospekte von diesem kleinen Wirtschaftswunder, die in diesem Buch von Wolfgang Westerwelle ihren Platz finden.

Buchinformationen:

Kommentar:

Er war einer der wenigen Lastesel, die auch nach dem zweiten Weltkrieg Bestand hatten und halfen, die Republik wieder aufzubauen.

Der Opel Blitz war ein beliebter Leicht-LKW, der aufgrund seiner Gewichtsklassen vielseitig einsetzbar war. Gebaut wurde er von 1 bis 3 Tonnen Nutzlast. Für die Älteren unter den Lesern als "Das feuerrote Spielmobil" durch die gleichnamige Kinderserie unvergessen.

Wolfgang Westerwelle hat sich im Rahmen der Schrader-Typen-Chronik dieses Erfolgsmodells aus dem Hause Opel angenommen und dessen Werdegang kurz und bündig umrissen, ohne dabei relevante Daten, Fakten und Informationen zu vernachlässigen.

Außerordentlich reich bebildert, dies überwiegend großformatig, zeigt uns der Autor den Protagonisten in vielfältigen Varianten und Einsatzbereichen. Teilweise ergänzen Abdrucke historischer Werbebroschüren die größtenteils stimmungsvollen Fotos. Abbildungen des "Blitz" im Kriegseinsatz erzeugen eine Ahnung dessen, wie robust die Konstruktion gewesen sein muß. Leider fehlen im Umkehrschluß zeitgenössische Bilder des Liefer- und Lastwagens im zivilen Alltagseinsatz. Die meisten Fotos sind bemüht, den Wagen in bestmöglicher Portraitpose näherzubringen. Auch wenn die Bilder rundum gelungen sind, so mangelt es ein an Lokalkolorit, welches den Hauptakteur erst bestmöglich zur Geltung bringt.

Inhaltlich gibt es nichts zu mäkeln. Bringen üblicherweise die Biographien derart lang gebauter Fahrzeuge auch Lehrstunden in Geschichte mit sich, so beschränkt sich diese im vorliegenden Falle lediglich auf etwas Historie in Sachen Zweiter Weltkrieg. Dies jedoch bedingt durch die Lizenzbauten des Blitz und dessen Einsatzbereich im Feld. Bei den Nachkriegsmodellen beschränkt sich der Autor zu 100% und ohne Umschweife auf die Modellbiographie. Ein Ausflug in die Bauzeit des "Briten-Blitz" darf ebensowenig fehlen wie der Anhang mit allen Daten über Bauzeiträume und Stückzahlen. Die Detailinformationen eines jeden Modells hingegen wurden chronologisch passend im Buch als farblich abgesetzte Informationskästen plaziert.

Die Kapitel in der Übersicht:

(mdr)